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Bundesgartenschau 2011 findet in Koblenz statt

Das Deutsche Eck am Zusammenfluss von Rhein und Mosel, die Festung Ehrenbreitstein und das UNESCO-Welterbe „Oberes Mittelrheintal“ – diese touristischen Highlights allein machen einen Besuch in Koblenz schon lohnenswert. Doch als Ausrichterin der ersten rheinland-pfälzischen Bundesgartenschau wird die Stadt Koblenz im Jahr 2011 ein noch attraktiveres Reiseziel sein. Am 15. April 2011 öffnet mit der Bundesgartenschau Koblenz 2011 eine heitere, bunte Großveranstaltung ihre Tore, zu der in den drei Bereichen „Kurfürstliches Schloss“, „Blumenhof am Deutschen Eck“ und „Festung Ehrenbreitstein“ 2 Mio. Besucher erwartet werden.

Durch ihre direkte Lage im Herzen der Stadt rückt diese außergewöhnliche Bundesgartenschau ganz nah an die Menschen heran und wird zu vielen spannenden Begegnungen der gastfreundlichen Koblenzer mit ihren Besuchern führen. Es ist eine einmalige Chance für die Stadt Koblenz, sich einem sehr interessanten Publikum von nah und fern zu präsentieren. Seit Beginn der Bauarbeiten im Sommer 2008 sind die Vorbereitungen zu dieser spektakulären Veranstaltung, die neben der gärtnerischen Ausstellung auch die Themen Kunst, Kultur, Schätze der Region, Wissensvermittlung und Nachhaltigkeit groß schreiben wird, in der ganzen Stadt sichtbar. Im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung wird der größte Teil des Gesamtbudgets in Höhe von 102 Mio. Euro für infrastrukturelle Maßnahmen und damit in eine dauerhafte Aufwertung der Stadt Koblenz investiert. Besonders anziehend verspricht beispielsweise die neu gestaltete Uferpromenade am Konrad-Adenauer-Ufer zu werden, wo eine großzügige Flaniermeile entsteht. Die Bundesgartenschau Koblenz 2011 hatte schon im Jahr vor ihrer Eröffnung eine spektakuläre Attraktion zu bieten: Vom 4. Juli bis zum 3. Oktober 2010 nutzten bereits über 180.000 Gäste die neue BUGA-Seilbahn in einem dreimonatigen Vorab-Betrieb. Sie führt vom Deutschen Eck über den Rhein hinauf zur Festung Ehrenbreitstein und bietet dabei einen atemberaubenden Blick über Rhein und Mosel. Als größte Seilbahn Europas außerhalb der Alpen stellt sie einen touristischen Anziehungspunkt für die Region und gleichzeitig ein ökologisch sinnvolles Transportmittel dar.

Wie bedeutend diese Großveranstaltung über die Grenzen von Stadt und Region hinaus für das ganze Land Rheinland-Pfalz ist, belegt die hohe Förderung der Landesregierung, die das Projekt mit bis zu 49 Mio. Euro unterstützt. Hinzu kommen begleitende Maßnahmen wie etwa die Sanierung der Festung Ehrenbreitstein, die mit zusätzlichen 40 Mio. Euro realisiert wird. Rheinland-Pfalz wird gemeinsam mit rund 400 Städten, Verbänden und Vereinen ein tägliches Bühnenprogramm in der Festung Ehrenbreitstein anbieten. Aus allen Landesteilen werden mehrere tausend ehrenamtlich Mitwirkende die kulturelle Vielfalt zeigen. Im Rheinland-Pfalz Haus informiert eine Ausstellung über Land, Leute und Kultur. In der Vinothek und Aquathek bieten Winzer aus allen Anbaugebieten ihre Weine zum Probieren an, informieren über Terroir und Rebsorten. Erstmals zur BUGA Koblenz 2011 können Besucher die preußische Festung und ihre Kasematten auf eigene Faust in einem Festungsweg erkunden. Mit den Ausstellungen zu den vier UNESCO-Welterbestätten von Rheinland-Pfalz und den „Schätzen des Landes“ werden den BUGA-Besuchern Einblicke in die Arbeit der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz geboten. Die reichen archäologischen Funde von Rhein und Mosel werden in der Archäologischen Abteilung des Landesmuseums Koblenz präsentiert. Die Sonderausstellungen widmen sich dem großen preußischen Gartenbaumeister Peter Joseph Lenné und seinem Wirken im Rheinland und dem kulturellen Umgang mit Tod und Grabstätten aus zehn Jahrtausenden.

Als BUGA-Beauftragter der rheinland-pfälzischen Landesregierung hat Roger Lewentz, Staatssekretär im Innenministerium, die Planungen zur Bundesgartenschau Koblenz 2011 und deren Umsetzung von Anfang an konstruktiv und engagiert begleitet – aus gutem Grund: Die Bundesgartenschau Koblenz 2011 ist ein Konjunkturprogramm, das neben der nachhaltigen Stadtentwicklung auch dauerhafte Impulse für Kultur, Wirtschaft und Tourismus liefert. So schätzen Wirtschaftsexperten, dass durch die BUGA Koblenz 2011 weitere Investitionen privater oder öffentlicher Hand in Höhe von 500 Mio. Euro in der Stadt und in der Region ausgelöst werden.

„Koblenz verwandelt“ heißt der Slogan, unter dem die Stadt Koblenz ihre Besucher empfangen wird. Denn Koblenz wird verwandeln, indem es seine Gäste für Themen wie den Umgang mit der Natur, die Kultur und historische Architektur sensibilisiert und neue Perspektiven eröffnet. Und auch Koblenz selbst wird verwandelt – durch ein nachhaltiges Konzept, das mehr bietet als eine sommerlange, abwechslungsreiche Gartenschau: Es wird die Stadt zwischen Rhein und Mosel langfristig verändern und die Grundlage für eine moderne Stadtentwicklung schaffen, die ökologische, ökonomische und soziale Interessen harmonisch miteinander in Einklang bringt. Großzügige Grünflächen im Herzen der Stadt, neue Spielplätze und eine verbesserte Verkehrsinfrastruktur sorgen für mehr Lebensqualität, ebenso wie das neu erweckte Bewusstsein für das Leben in der Stadt und den Umgang mit sich und der Umwelt.

Die Bundesgartenschau in Koblenz bezieht sich in ihrem Konzept auf die einzigartige Lage und Geschichte der Stadt. Wo sich mit Rhein und Mosel zwei bedeutende Flüsse treffen, wo europäische Grenzen heute verbinden statt trennen und das Jahrtausend alte Erbe der Menschheit an fast jeder Stelle sichtbar ist, da prägen Leitthemen wie Wasser, Europa, Rheinromantik und das UNESCO Welterbe die Planung. Auf Basis des im Jahr 2006 ausgelobten Ideen- und Realisierungswettbewerbs und des als Siegerentwurf gekürten Wettbewerbsbeitrag des Büros RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten und des Koblenzer Büros von Canal wurden die Entwürfe für die zukünftigen Bundesgartenschauareale weiter entwickelt.

Der Slogan „Koblenz verwandelt“ markiert hierbei die Leitidee, unter der die Planer die drei Kernbereiche inszenieren. Zentrale, teilweise ungenutzte Freiflächen erhalten zur BUGA Koblenz 2011 ein neues Gesicht. Sie verwandeln sich in faszinierende Landschaften inmitten der Stadt und werden für die Bevölkerung neue erlebbare Freiräume darstellen. So verwandelt sich beispielsweise ein monotoner Parkplatz in ein buntes Blumenmeer oder ein bescheidener Hinterhof zu einem prachtvollen Rosengarten. Verbunden werden die drei Kernbereiche mit der neu gestalteten Rheinpromenade und dem Moselufer, die zum Korrespondenzbereich der BUGA gehören und auch während der Ausstellung im Sommer 2011 frei zugänglich sein werden.

Das bipolare Flächenkonzept der Koblenzer Bundesgartenschau, die einerseits in der Innenstadt und andererseits auf der Festung Ehrenbreitstein stattfindet, erfordert ein attraktives, ökologisch sinnvolles Transportmittel, das ohne Störungen die Besucher von einem Bereich zum nächsten bringt. Diese Anforderung erfüllt die BUGA-Seilbahn, die in der Stunde bis zu 3.800 Menschen pro Richtung befördern kann. Mit diesem Transportmittel, das eine spektakuläre Fahrt entlang eines 850 Meter frei über den Rhein gespannten Seils verspricht und mit einem umweltfreundlichen Elektromotor betrieben wird, können die Besucher der Bundesgartenschau Koblenz 2011 in wenigen Minuten den Festungspark erreichen. In Abstimmung mit der UNESCO wird die Seilbahn über die Bundesgartenschau Koblenz 2011 hinaus bis zum Herbst 2013 innerhalb dieses Welterbe-Gebietes Oberes Mittelrheintal betrieben. Danach wird der Konzessionär, die österreichische Firma Doppelmayr, die Seilbahn wieder abbauen und einer anderen Verwendung zuführen. Zusätzlich zur Seilbahn wird es einen kostenlosen Bus-Shuttle zwischen Innenstadt und Festung für jene Besucher geben, die nicht mit der Seilbahn fahren möchten. Die Nutzung der Seilbahn wird – wie alle Veranstaltungen im Gelände – im Eintrittspreis der Bundesgartenschau Koblenz 2011 inbegriffen sein.

Weitere Informationen zur Bundesgartenschau Koblenz 2011 GmbH finden sich unter www.buga2011.de.



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