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Kaiserkrone ist „Blumenzwiebel des Jahres 2011“

Die Würfel sind gefallen: Die Kaiserkrone, botanisch Fritillaria imperialis, ist von niederländischen Pflanzenspezialisten zur „Blumenzwiebel des Jahres 2011″ gekrönt worden. Der Gattungsname ´Fritillaria´ stammt aus dem Lateinischen. Er bedeutet übersetzt ´Würfelbecher´ und nimmt Bezug auf die Form der Blüten. Die Bezeichnung ´imperialis´ bedeutet ´kaiserlich´. Und wirklich, man kann der Kaiserkrone Erhabenheit, Größe und Hoheit nicht absprechen. Es ist schon beeindruckend und imposant, wie sich auf einem 80 bis maximal 120 Zentimeter hohen Stiel in den Monaten April bis Mai ein Kranz von roten, orangefarbenen oder gelben Blütenglocken präsentiert. Darüber befindet sich eine üppige Krause aus spitzen, in die Lüfte ragenden Blättern. Während die Stängel bis über ihre untere Hälfte mit lanzettlichen und parallelnervigen Blättern bewachsen sind, stehen im letzten Drittel keine Blätter mehr, so dass die farbigen Blütenglocken einen kronigen Auftritt haben.

Ursprünglich ist die Kaiserkrone in der Südosttürkei, im Nordirak, im West- und Südiran, in Afghanistan, in Pakistan und im Kaschmir beheimatet. Hier findet man sie an steinigen Hängen und in Höhenlagen von 1250 bis 3000 Metern. In Mitteleuropa wird Fritillaria imperialis seit spätestens 1573 kultiviert. Es gibt zahlreiche Sorten mit orangen, gelben, oder ziegelroten Blüten.

Wenn man im August schon Zwiebeln bekommt, so ist das ideal, denn bereits im September beginnt das Wurzelwachstum. Und je mehr Wurzeln die Kaiserkrone bilden kann, desto kräftiger und beeindruckender blüht sie im nächsten Jahr. Gesetzt werden die Zwiebeln 15 bis 20 Zentimeter tief. Der Boden sollte wasserdurchlässig sein. Da die Kaiserkrone ursprünglich aus Gegenden mit schlechtem, steinigen Boden stammt, wird sie den Gartenliebhaber auch bei härteren Bedingungen mit ihrer Schönheit erfreuen. Nur bei allzu starker Nässe reagiert die Zwiebel empfindlich. Schwere Böden sollten deshalb vor der Pflanzung verbessert und durchlässig gemacht werden. Danach kann die Zwiebel auf ein dickes Sandbett gesetzt werden. Am besten gedeiht Ihre Majestät an einer sonnigen Stelle. Dann blüht sie auch wieder im nächsten Frühling. Ab und zu ein wenig organischer oder mineralischer Dünger spornt ihren kaiserlichen Ehrgeiz zu Höchstleistungen an. Übrigens wird der Kaiserkrone nachgesagt, dass sie wegen ihres Geruchs eine abschreckende Wirkung auf Wühlmäuse habe. Deshalb ist sie die perfekte Begleiterin für andere Zwiebelschönheiten wie Narzissen, Tulpen oder Krokusse.

Tipp: Der optimale Pflanzzeitpunkt für die Kaiserkrone, die „Blumenzwiebel des Jahres 2011″, ist von Mitte August bis Oktober. Kaiserkronen erhalten Sie z.B. günstig bei Bakker.

IZB



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