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Pflanzen.biz

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Obstbäume schneiden

Dienstag, 11. August 2009

Das Schneiden von Obstbäumen im Sommer bringt zwei Vorteile mit sich: Zum einen lässt sich im Sommer korrigieren, was beim Winterschnitt nicht richtig geschnitten wurde und zum anderen können jungen, unbrauchbare Triebe, die sich dadurch gebildet haben entfernt werden. Der Sommerschnitt kann bis Ende August (auch Mehrfach) durchgeführt werden. Damit die Schnittwunden schneller trocknen und so besser heilen sollte bei trockenem Wetter geschnitten werden.

In einem Jahr mit wenig oder keinen Früchten kann sich ein starkes Wachstum des Baumes entwickeln. Um dies zu bremsen, entfernt man einen großen Teil der Triebe. Die nach dem Schnitt übrigbleibenden Triebe, erhalten so mehr Licht und die Chancen auf einen hohen Ertrag im Folgejahr vergrößern sich. Desweiteren verringert sich durch den erhöhten Lichteinfall das Risiko von Schädlingsbefall und Krankheiten. Beim Sommerschnitt können Sie auch feststellen, ob die Pflanzen mit Schimmel befallen sind. Sollte dies der Fall sein, können Sie ihn rechtzeitig und ohne allzu viel Schaden entfernen.

Allerdings nicht alle Obstpflanzen werden auf dieselbe Weise geschnitten. Die folgenden Tipps beziehen sich auf Steinobst (z.B. Pflaumen, Aprikosen und Kirschen) und für Kernobst (Apfel, Birnen und Quitten). Für holzige Kleinobstsorten, wie zum Beispiel Wein, Himbeeren und Johannisbeeren, gelten andere Regeln.

1. Wildtriebe entfernen
Unter Wildtrieben versteht man Zweige, die unter der Veredelungsstelle entstehen. Sie wachsen aus den Wurzeln und dem Stamm statt aus der Veredelung. Die Wildtriebe entziehen dem veredelten Teil der Pflanze die Nährstoffe. Entfernen Sie daher mit einer Gartenschere oder manuell durch abbrechen, so tief wie möglich, alle Zweige und Triebe aus dem Unterstamm. Sollte der Unterstamm sehr viele Wildtriebe haben, entfernen Sie nicht alle auf einmal, sondern in mehreren Malen.

2. Wasserschosse entfernen
Wasserschosse sind krautartige Triebe, die auf der Oberseite der Fruchtzweige wachsen. Diese können mit der Hand abgebrochen werden. Dadurch wird ein Zurückkommen dieser Zweige verhindert, was oft passiert wenn man eine Gartenschere verwendet.

3. Kürzen von stark wachsenden Trieben
Bei den meisten Obstsorten wachsen die Früchte auf kurzem oder mittellangem Holz. Daher sollte das Wachstum stark wachsender Triebe gebremst werden.

4. Sägewunden vom Winterschnitt
Aus den Sägewunden des Winterschnitts treibt der Baum oft neu aus. Davon sollte am besten einen horizontal wachsenden Trieb stehen bleiben und der Rest ausgebrochen werden.

5. Seitenholz zurückschneiden
Das Seitenholz trägt keine Früchte und entzieht der Pflanze daher nur Nährstoffe. Zu lang wachsendes Seitenholz sollte daher bis auf einen schwächeren, nach unten wachsenden Trieb zurückgeschnitten werden.

Der Sommerschnitt hält Obstbäume gesund und steigert den Ertrag.
Gutes Gelingen!

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